Waschmittel mit Lavendelduft, zitroniges Geschirrspülmittel und Creme mit Mandelaroma – zugesetzte Duftstoffe begegnen uns in Alltagsprodukten beinahe überall. Oft selbst da, wo wir sie gar nicht vermuten. Oder wussten Sie, dass etliche Unternehmen wie Hotels, Airlines und Kleidungsgeschäfte Sie mit sogenannten Corporate Scents (Markengerüchen) beduften, um Markenbindung und Kaufverhalten zu fördern?
Dabei bescheren Duftstoffe in Produkten nicht nur schöne Erlebnisse, sondern bergen auch Gesundheitsgefahren. Dazu zählen Allergien, Asthma, Hormonstörungen (u.a. Schilddrüsenprobleme, verfrühte Pubertät, Fruchtbarkeitstörungen), Chemikalienunverträglichkeit bis hin zu Krebs. Die derzeit viel umworbenen ätherischen Öle sind ebenfalls nicht unbedenklich.
Auch der Umwelt können Duftstoffe schaden. Denn sie reichern sich im Körper und in der Umwelt an. Dadurch landen sie nicht nur in der Luft, sondern unter anderem auch in unseren Gewässern und in unserer Nahrung. Unter anderem Wasserlebewesen spüren die Auswirkungen bereits.
In manchen anderen Ländern gibt es daher inzwischen sogenannte „Fragrance-Free-Policies“. Sie halten dazu an, zum Beispiel beim Besuch öffentlicher Einrichtungen keine Duftstoffe zu verwenden. Europa setzt hingegen stärker auf nachhaltige Verbraucherbildung. Genau hier setzt dieser Vortrag an.
In diesem Vortrag erfahren Sie:- welche Duftstoffe besonders heikel sind und
- warum auch viel gepriesene ätherische Öle nicht unbedenklich sind,
- wo Sie duftstofffreie Produkte finden und
- wie Sie durch Konsumreduktion nicht nur Geld sparen, sondern auch der Umwelt helfen,
- sowie, was Sie sonst noch tun können, um sich, Ihre Mitmenschen und die Umwelt vor Gefahren durch Duftstoffe zu schützen.
Über die Dozentin: Vanessa Köneke ist Journalistin. Sie hat außerdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Psychologie und Medizin gearbeitet.
Kostenfrei durch Landesförderung zur politischen Bildung.