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Kinofilm „GOTT“ und der ärztlich assistierte Suizid am 09.06.2026 in Neuwied
15. April 2026
Über 75% der befragten deutschen Bürger*innen sind für Selbstbestimmung am Lebensende; aber nur ca. 15% wissen laut einer Forsa-Umfrage vom Oktober 2024, dass professionelle Suizidhilfe in Deutschland erlaubt ist. Zu den 31 Veranstaltungen mit dem Film GOTT kamen im Jahr 2025 durchschnittlich über 130 Kinobesucher pro Film.
Mit dem Kinofilm „GOTT“ von Ferdinand von Schirach wird eines der erfolgreichsten Dramen unserer Zeit gezeigt. Richard Gärtner, ein 78-jähriger ehemaliger Architekt, gespielt von Matthias Habich, hat einen Wunsch: Er möchte sein Leben beenden. Aber er will dies nicht im Ausland tun, sondern legal, mit der Unterstützung seiner Hausärztin. Die Situation von Richard Gärtner wird vor dem Ethikrat diskutiert. Die Debatte dreht sich nicht darum, welche Arten von Sterbehilfe für Ärzte straffrei sind, sondern ob Ärzte den Wunsch eines lebensmüden Patienten erfüllen dürfen - unabhängig davon, ob der Patient jung oder alt, gesund oder krank ist.
Dr. Keller, ein Mitglied des Ethikrates und gespielt von Ina Weisse, befragt Experten und lässt sie ihre Meinungen äußern. Am Ende wendet sich die Vorsitzende direkt an das Publikum mit der Frage: Soll Richard Gärtner das tödliche Medikament erhalten, um sein Leben selbstbestimmt zu beenden?
Freitodbegleitungen sind in Deutschland legal und finden in einem gesicherten Rechtsrahmen statt. In dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 wird als einzige Voraussetzung die Freiverantwortlichkeit der Sterbewilligen gefordert.
Jeder darf helfen – auch alle Ärzt*innen und professionellen Organisationen.
Die Sonderveranstaltung beginnt am Dienstag, den 09.06.2026 um 17:00 Uhr im Metropol-Kino, Heddesdorfer Str. 2, 56564 Neuwied mit Informationsmaterialien der DGHS und einem Sektempfang. Der Film beginnt um 17:30 Uhr.
Die Sonderveranstaltung beginnt am Dienstag, den 09.06.2026 um 17:00 Uhr im Metropol-Kino, Heddesdorfer Str. 2, 56564 Neuwied mit Informationsmaterialien der DGHS und einem Sektempfang. Der Film beginnt um 17:30 Uhr.
Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit RA Prof. Robert Roßbruch, DGHS-Präsident. Inhaltlich geht es um die rechtliche Situation der Suizidhilfe in Deutschland sowie um die Umsetzung des ärztlich
assistierten Freitods.
Karten gibt es Vorverkauf oder an der Tageskasse des Kinos.
Organisator: Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. ist mit über 65.000 Mitglieder die größte Bürgerrechts- und Patientenschutzorganisation in Deutschland. Sie setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 für das Recht auf Selbstbestimmung über das eigene Leben ein. Die DGHS ist als gemeinnütziger Verein anerkannt und hat seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 mehr als 2300 Menschen an professionelle Freitodteams vermittelt. Diese bestehen aus einer Jurist*in und einer Ärzt*in.
Ansprechpartner für weitere Infos: Reinhard Konermann (reinhard.konermann@dghs.de)

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