Russland und Europa – eine Hassliebe (ausgefallen)

Vortragsreihe mit Diskussion zur Internationalen Politik
In der langen Geschichte des europäischen Kontinents spielten die Beziehungen zu Russland immer eine zentrale Rolle, zog es doch sämtliche „europäischen“ Reiche nach Osten. Andere „Weltreiche“ kamen vom Fernen Osten oder vom Süden, drangen mit zum Teil äußerst brutal auf russischen Boden ein und zerstörten so die Ansätze einer bürgerlichen Entwicklung. Die russischen Herrscher waren meist wirtschaftlich, militärisch und politisch extrem schwach und nur durch die enorme Weite ihres Landes und die Duldsamkeit ihrer „Untertanen“ geschützt. Alle Versuche, russisches Territorium zu erobern, scheiterten an diesen Faktoren. Erst die Erstürmung der Hauptstadt Kasans durch ein Heer des Zaren Iwan Grosny und die folgende Ausweitung des Zarenreiches auf die Weiten Sibiriens sowie die Vertreibung der Türken aus Süd-Russland vom 15.-17 Jh. machten Russland zu einem Faktor in der Weltpolitik. Nur eine historische Betrachtung der letzten Jahrhunderte macht es möglich, die heutige Politik der russischen Führung zu verstehen und eine Analyse zu wagen. Russland war ist nach wie vor eine imperialistische Macht, die auch vor militärischer Expansion nicht zurückschreckt, zumal der Einfluss des Landes in der Welt-Wirtschafts- und Finanzsphäre beinahe erschreckend gering ist! Hier sollte (und müsste) die EU unter der Führung Deutschlands ansetzen und eine neue Strategie im Umgang mit seinem östlichen Nachbarn entwickeln. Eine Einbindungsstrategie gegenüber Russland ist für die Zukunft der EU und für deren Sicherheitsinteressen von allergrößter Bedeutung. Andernfalls kann aus „Hassliebe“ offene Konfrontation mit allen negativen Folgen werden.
Gefördert durch Landesmittel für politische Bildung.

Enrico Weigelt, Dipl. Internationale Beziehungen - Außenpolitik 
P131  Neu!
 
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