US-Außenpolitik unter Donald Trump

Vortragsreihe mit Diskussion zur Internationalen Politik

In den ersten Monaten der Präsidentschaft Trump wurde deutlich, dass innerhalb der US-Administration, aber auch im Kongress und Senat wie in der amerikanischen Öffentlichkeit insgesamt unterschiedliche Ansätze zur Zukunft der internationalen Politik der USA existieren. Diese teilen sich nicht mehr, wie bisher, so stark in „Falken“ und „Tauben“ auf, sondern in diejenigen, die die USA als Führungsmacht der westlichen Welt und eingebunden in internationale Organisationen wie Nato und UN. sehen. Sowie auf der anderen Seite relevante politische und wirtschaftliche Kräfte, die „nationale Interessen“ der als Grundlage der US-Außen- und Sicherheitspolitik anstreben („America First“).

Der neue Präsident ist auf Grund mangelnder außenpolitischer Erfahrung nicht in der Lage, hier eine Entscheidung zu treffen oder sein Credo, mit dem er die Wahlen gewinnen konnte, durchzusetzen. Hintergrund des erbitterten Kampfes zwischen diesen beiden Lagern, die schon im Wahlkampf sichtbar wurden, sind die immensen wirtschaftlichen und sozialen Probleme des Landes sowie die Folgen des jahrzehntelangen Rüstungswettlaufs. Mit mehr als 4 Prozent seines BIP geben die USA das Doppelte bis Dreifache im Vergleich mit anderen Nato-Staaten für ihre Streitkräfte aus und übernehmen weltweit Sicherheitsverantwortung. Hierzu zählt der Schutz der internationalen Seewege für den globalen Handel oder der Schutz von Verbündeten vor militärischen Bedrohungen, wie es derzeit beispielhaft in Ostasien deutlich wird (Japan, Südkorea). Die Vereinigten Staaten müssen aber in der nächsten Dekade im eigenen Land gewaltige Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Bildungswesen leisten, um nicht auf mittlere Sicht den Anspruch als ökonomische Führungsmacht der Welt an China und andere Staaten(-gruppen) zu verlieren. Schon heute haben die EU Staaten zusammen ein höheres BIP als die USA.

Darüber hinaus werden andere Akteure in der Weltpolitik immer aktiver. Dazu zählen China und Indien, sowie in geringerem Maße auch Staaten der EU, Russland und wichtige Länder der arabischen Welt.

Angesichts weiter bestehender und sogar zunehmender regionaler und globaler Krisen, wäre ein weiterer Rückzug der USA mit erheblichen Konsequenzen verbunden, vor allem aber mit einer weiteren Destabilisierung der Lage in den Krisenregionen.

Wir wollen versuchen zu ergründen, wo die „Reise“ hingehen und was dies für Europa und Deutschland bedeuten könnte.


1 Abend, 08.12.2017
Freitag, 19:00 - 20:30 Uhr,
1 Termin(e)
Enrico Weigelt, Dipl. Internationale Beziehungen - Außenpolitik 
P131  Neu!
Realschule plus, Eingang vom Parkplatz Sporthalle, Schulstr. 23, 56305 Puderbach, Klassenraum
 
10,00
(2 UStd.)
min. 6 - max. 30
Außenstelle Puderbach - 02684-8581-08 / -8581-10

Belegung: 
 (Plätze frei)

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